Kann ich was gegen Druckerupdates machen? Ich will mir einen neuen Drucker kaufen!

08.10.2019 05:24

Du möchtest dir einen neuen Tintenstrahldrucker kaufen und diesen sicher

mit Alternativen bestücken und drucken.

So ganz 100% sicher wäre, wenn der Drucker von der beiliegenden Treiber CD installiert wird und keinen Zugang zum Internet hat. Nicht mal über ein Netzwerk. Also komplett autonom betrieben wird.

Das wäre dann 100% sicher.

 

Okay- das ist für die meisten sicherlich nicht machbar. Also bleibt eben nur die Updatefunktion abzuschalten. Das gilt für alle Rechner die auf den Drucker zugreifen. Trotzdem bleibt ein schaler Beigeschmack.

Man sollte meinen das dann alles ok ist - aber ist das wirklich so?

 

Im Jahr Anno 2018 gab es einen Vorfall des amerikanischen Druckerherstellers HP bei den seinerzeitig aktuellen Druckern.

Unter der Prämisse ganz wichtige Sicherheitslücken zu schließen, wurden diese Drucker mit einem aktuellen Update versorgt.

Allerdings auch alle Drucker die in irgendeiner Weise mit dem Internet verbunden und wo die Updatefunktion deaktiviert waren. Das heißt das sich der Hersteller eine Hintertür offen gehalten hat, diese deaktivierte Updatefunktion zu umgehen.

 

Also ist diese Deaktivierung nicht zu 100% sicher. Nun weiß keiner so genau, ob die anderen relevanten Hersteller das genauso können. Bislang gab es noch keinen derartigen Vorfall, aber warum sollten die das nicht auch können.

 

Also was ist zu tun?

 

Auf das Drucken verzichten? Sich einen Laserdrucker kaufen?

 

Verzichten auf keinen Fall, aber ein Laserdrucker kommt nicht in Haus.

 

(Siehe unseren Beitrag Umweltschutz & Gesundheit bei Druckern).

 

Nahezu alle Hersteller springen derzeit mehr oder weniger freiwillig auf den Zug der CISS (Schlauchsystemdrucker) auf. HP und Canon machen das wirklich widerwillig und schicken Drucker mit Druckerpatronen ins Rennen, die dann über ein Tankssystem gefüllt werden.

 

Das ist in der Produktion erheblich günstiger, als ein Drucker mit Permanentdruckkopf und kann entsprechend günstiger angeboten werden. Das hat aber den gravierenden Nachteil das die Druckköpfe eben nur solange halten, wie die normalen Druckerpatronen mit eingebautem Druckkopf.

 

Nun versuch mal so einen Druckkopf für den jeweiligen Drucker nachzukaufen.

 

OK, dann gibt es noch die Drucker vom Japanischen Hersteller Epson. Epson hat schon Anno 2010 den Kampf gegen die CISS (Die Geschichte der CISS) aufgegeben und das Lager gewechselt. Seid dem produziert Epson am laufenden Band immer bessere CISS Drucker. Epson nennt dieses Serien dann Ecotankdrucker.

 

Nach den anfänglichen Druckern die nur die Basisfunktion "nur drucken" hatten, gibt es jetzt auch Top moderne Geräte mit allen Schnick und Schnack, was man in so einem Drucker einbauen kann.

 

>> aktuelle CISS Druckermodelle

 

Der wesentliche Nachteil ist der doch im Verhältnis zu Druckerpatronendrucker erheblich höhere Anschaffungspreis. Dafür druckt man mit den Nachfülltinten soviel billiger, das der höhere Preis sehr schnell vergessen werden kann. Naja, je nach eigenem Druckverhalten. Je mehr gedruckt wird, um so günstiger wird das.

 

Das ausschlaggebende für die Ecotankdrucker ist, das bislang keine Updategeschichten bekannt sind und die Drucker allesamt über Permanentdruckköpfe verfügen.

 

Na klar versucht Epson auch ein paar Hürden einzubauen, diese sind aber momentan jedenfalls noch mechanischer Natur, wie zum Beispiel die Nachfüllflaschen selbst. Aber das sind Problemchen, die von der Alternativindustrie ganz schnell gelöst werden.

 

Fazit: Ein ganz 100% sicheres System gibt es derzeit nicht, aber knapp dran.

 


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