Umweltschutz & Gesundheit bei Druckern

Ingo Schacht
2019-05-04 08:07:00 / Tipp`s & Tricks oder einfach nur Wissenswertes / Kommentare 0
Umweltschutz & Gesundheit bei Druckern - Umweltschutz & Gesundheit bei Druckern

Umweltschutz & Gesundheit

Anno Domini 1995

Kurz vor Ende des letzten Jahrtausends mieteten wir unseren ersten Canon S/W Kopierer um die ersten Massenmailings damit zu kopieren und per Post zu verschicken.

Das Büro in dem der Kopierer stand war gut 40m² groß und nach ca. 1.000 bis 1.500 Kopien veränderte sich der Geruch in der Luft und alle Mitarbeiter bekamen Kopfschmerzen. 

OK - nicht gut! Also ordentlich gelüftet und den Kopierer draußen vor die Tür, auf die überdachte Laderampe, für unsere LKWs gestellt. 

Da ging es dann ab...

Nun könnte man denken das seit dem viel Wasser den Rhein runtergelaufen ist und die Technik sich erheblich verbessert hat oder aber der Gedanke aufkommen das Laserdrucker das ja viel besser machen können.

Die grundlegende Technik ist die gleiche und beide, ob Kopierer oder Laserdrucker, drucken mit Tonerpulver.

Tatsächlich werden Emissionen von Laserdruckern und Kopiern seit vielen Jahren als Gesundheitsgefahr diskutiert.

Wenn sie den Toner mit hoher Temperatur auf dem Papier fixieren, entstehen Milliarden feinster Aerosole, die eingeatmet werden können. Darin sind auch Milliarden Tonerpartikel enthalten, noch kleiner sind als der viel diskutierte Feinstaub. Im Drucker lagern sie sich oft als schmieriger schwarzer Film ab. 

Ja es mag durchaus sein, das viele Menschen auf den Feinstaub nicht oder nur kaum merkbar reagieren. Aber unzählige reagieren sogar recht heftig darauf.

In einer Sendung von PlusMinus vom 18.10.2017 wird ein besonders schwerer Fall von gesundheitlichen Beeinträchtigungen bis hin zur Arbeitsunfähig aufgezeigt. 

Die enstprechenden staatlichen Stellen sehen das allerdings als nicht so dramatisch an und finden Laserdrucker und Kopierer nach wie vor ganz toll. Aber da muss sich halt jeder von uns sein eigenes Bild machen und sich entsprechend entscheiden.

Feinstaubfilter - genial oder genial daneben?

Die Industrie ist sich der Belastung durch Feinstaubpartikel durch Ihre Geräte mittlerweile bewußt und ein paar pfiffige Leutchen haben dann für Laserdrucker und Kopierer aufklebbare Feinstaubfilter auf den Markt gebracht.

Genial - sollte man denken...

Unglücklicherweise filtern diese Partikelfilter nur einen Teil des Feinstaubes aus dem jeweiligen Gerät. Zumeist wird der Feinstaubfilter hinter dem Lüfter am Außengehäuse des Gerätes angebracht und der Lüfter befördert die Luft aus dem inneren des Gerätes nach außen, um den Drucker oder Kopierer zu kühlen. Da der jeweilige Drucker oder Kopierer über noch mehr Öffnungen am Gehäuse verfügt als nur den Lüfterausgang, dringt der Feinpartikelstaub natürlich auch aus den anderen Öffnungen und der Filter kann nur einen Teil auffangen.

 

Die Gründe für Laserdrucker oder schöne Kopierer

sind plausibel und einfach nachvollziehbar.

Zum einem lassen sich damit erheblich größere Druckaufträge innerhalb kürzester Zeit drucken und zum anderen sind die Seitenpreise deutlich günstiger als mit einem Tintenstrahldrucker. 

Als nächstes ist noch die Fähigkeit der recht einfachen Netzwerkanbindung ins Feld zu führen und Sie drucken immer gestochen scharf. Darüber hinaus können Sie auch nicht eintrocknen und drucken zumeist auch nach einer längeren Ruhephase (auch ohne Stromanbindung) ohne Qualitätseinbußen sofort los.

Die etwas höherwertigen Geräte sind sogar Modular erhältlich und können nach Bedarf weiter ausgebaut werden und die Drucke selbst sind Dokumentensicher... 

Achja, und so teuer sind brauchbare Geräte auch nicht mehr! Einfache Farblaserdrucker bekommst du heute schon ab 120,00 bis 150,00 Euro!

Unser erster Farblaserdrucker, der Lexmark Optra C im Jahre 1996 kostete sagen und schreibe 14.777,00 DM netto (pi mal Daumen ca. 7,300 €) - also zzgl. der damaligen MwSt.. Und der Drucker war wirklich nur ganz einfach und kann heute von jedem Einstiegsfarblaserdrucker geschlagen werden.

So funktionieren Laserdrucker:

Laserdrucker verwenden keine flüssige Tinte. Der Laserdrucker verwendet ein sehr feines Pulver den Toner, der zumindestens früher aus Industrieruß bestand. Beim Farblaserdrucker sind das 4 Tonerfarben, Black, Cyan, Magenta und Yellow. Der Toner wird entweder vom Laser oder der LED Einheit auf die Trommel aufgezogen und dann über das Heizmodul auf das Papier eingebrannt. Bei diesem Vorgang werden ultrafeine Partikel freigesetzt.
Genaugenommen drucken Lasergeräte gar nicht, sondern bringen wie Fotokopierer das zu druckende Dokument per Elektrofotografie als Ganzes und nicht zeilenweise aufs Papier. Für den Papiertransport brauchen die meisten Laserdrucker ein Transportband. Damit der Toner auch hält, ist eine Fixiereinheit nötig. Daher niemals Papier vom Tintenstrahldrucker verwenden, beschichtetes Papier schmilzt in der Heizung.

Laserdrucker brauchen kein Spezialpapier, sondern drucken bereits auf normalem Kopierpapier ein optimales Ergebnis. Beim Laser gibt es eine erheblich kleinere Medienvielfalt als beim Tintenstrahldrucker, dafür war bis vor kurzem der A3 Markt fest in Laserdrucker und Kopiererhand.

Die Nachteile sind zum einem der enorme Stromverbrauch und eben die Feinstaubpartikel. 

Aber das hat den Siegeszug der Laserdrucker und Kopierer nie aufgehalten und die Entscheidung zu einem Tonerbasierenden System war meist eine wirtschaftliche Entscheidung...
 

Nun war ein Teil der Industrie nicht untätig

und hat den Qualitäten für Tintenstrahldrucker herum geschraubt. So viel und so gut, das heute ein paar Epson Tintenstrahldrucker in den Bundesdruckereien stehen und zumindest amtliche Ausweise drucken...

Alle wesentlichen Faktoren die bislang gegen die Allzweckwaffe Tintenstrahldrucker sprachen, kamen allsamt auf den Prüfstand und wurden Stück für Stück ausgebessert.

Der größte Faktor waren bislang die Kosten für die Tinte - da wurde grandios gebastelt, so das ein Tintenstrahldrucker aus dem Businesssektor günstiger, als ein Farblaser, aber genauso schnell drucken kann. Erheblich weniger Strom verbraucht und die Menschen in seiner Umgebung nicht krank macht. 

Zum Beispiel die PageWide Serie von HP bringt alles mit was ein Unternehmerherz höher schlagen lässt und den Geldbeutel auch noch schont.

Die Geräte sind hinsichtlich ihrer Effizienz absolut konkurrenzfähig, und erfüllen alle ISO-Spezifikationen für die Nutzung in Reinräumen der Klasse 5. Sie gelten damit als sehr emissionsarm und sind besonders für den Betrieb im Arbeitsbereich beziehungsweise in sehr sensiblen Bereichen, wie Produktionsstätten, ideal. 

Zu den Druckern ...mehr


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