Sublimation für Fortgeschrittene und Aufsteiger: Teil 1 - Der Drucker

Ingo Schacht
2020-01-19 11:06:00 / Sublimation / Kommentare 0
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Update: 19.01.2020

Sublimation für Fortgeschrittene und Aufsteiger: Teil 1

Sublimation für Profis oder die es werden wollen...

In unseren Teilen Sublimation für Anfänger haben wir den Beginn beschrieben und wie das ohne Megaviel Investitionen geht.

In diesem Teil geht es um professionellere Geräte, wo das Invest nebensächlich ist.

Alle Ergebnisse lassen sich mit günstigen Einstiegsgeräten erzielen, aber auch bequemer mit besserer Technik erreichen.

Es gibt ja einen Grund warum es so günstige Einsteigertechnik gibt und warum die Profis der Branche lieber ein paar viele Euros mehr ausgeben und damit viel ruhiger Sublimieren können.

Der Nachteil dabei ist, das die Profis unglücklicherweise immer wieder auf die Laien treffen und aus Ihrer Sicht gute Tipps geben die Newcomer kaum verstehen bzw. oft aufgrund mangelnder Ressourcen nicht umsetzen können oder wollen.

Also lassen wir den Newcomer mal in Ruhe und widmen uns dem Aufsteiger.

Auch hier geht es mit dem Drucker los.

Wer von vornherein evtl. auftretende Probleme durch Updates der Druckerhersteller aus dem Weg gehen möchte und auch auf das Gefummel mit kleinen Easyrefill Patronen verzichten kann, der sollte sein Augenmerk in Richtung Eco Tankdrucker richten.

Diese Ecotankdrucker Kosten meistens das 4fache und mehr als reine Druckerpatronendrucker mit der gleichen Leistung, haben aber den wesentlichen Vorteil nicht mit Patronen zu drucken, sondern werden direkt mit der Tintenflasche befüllt.

Das bringt eine erhebliche Reichweitendruckleistung und man kann immer sehen wie viel Tinte noch in den Tanks ist.

Bei Druckerpatronendrucker ist es leider oft so das die Patronen sich unterschiedlich leeren und Naturgemäß immer bei einem wichtigen Druckauftrag irgendeine leer ist.

Dann geht das Gefummel wieder los. Patrone raus, auffüllen, Düsenreinigen.

Und durch das reinigen ist evtl. gleich die nächste leer... usw.

Die Druckerpatronendrucker wissen was ich meine.

Bei den Ecotankdrucker entsteht dieses Problem erst gar nicht. Hier kann Tinte einfach nachgetankt werden, jederzeit ohne das irgendwas getauscht werden muss. Tankdeckel auf, Tinte rein und losdrucken.

Auch größere Reinigungsaktionen fallen nicht an, da ja nichts leergedruckt ist sich keine Luft im Druckersystem befindet. Die reine Druckqualität ist in der Regel einen Tick besser als die der Tintentankdrucker - aber das wird wahrscheinlich in erster Linie Ansichtssache sein - wichtig ist das das gedruckte Ergebnis Konturscharf ist und schön aussieht, damit es entsprechend verarbeitet werden kann.

 

Es muß lediglich die Entscheidung getroffen werden, ob mit dem neuen Drucker A4 ausreicht, oder doch lieber etwas tiefer in die Tasche gegriffen und gleich ein A3 Drucker gekauft wird.

Der Farbenprofi:

Die meisten Drucker des japanischen Herstelles Epson drucken mit den 4 Grundfarben - wer aber noch ein wenig mehr Tiefgang wünscht und auf mehr Farbnuoncen nicht verzichten möchte, der sollte sich mal den Expression Photo XP960 oder ganz neuen XP970 anschauen. Beide Drucker kommen vom Fließband aus mit A3 Format daher, aber drucken wieder mit Druckerpatronen. Sind also für kleinere Auflagen in einem Druckrutsch optimal. Diese Drucker drucken mit den 4 normalen Grundfarben, bringen aber noch zwei weitere Farben mit, die es ermöglichen noch detailreichere Bilder zu drucken. 

Mit den Lightcyan und den Lightmagenta Druckerfarben, wirkt alles noch ein wenig Brillianter.

Das ICC Profil:

Was die Druckqualität betrifft... alles eine Einstellungssache. Ich denke das es zur Zeit kaum möglich ist die Druckqualität in Form der Auflösung aktuell noch zu steigern. Evtl. Farbunterschiede von der Bildschirmvorlage und dem gedruckten Werk sind normal. Um diese Unterschiede auszugleichen kann ein ICC Profil angefertigt werden oder aber es wird mit einem Profiprogramm wie Corel oder Photoshop gearbeitet o.ä.

Wer sich mit den Programmen auskennt, kann die Farben im Programm anpassen.

Wer sich nicht mit der Software auskennt sollte das lernen oder sich ein ICC Profil anfertigen lassen.

Mit fertigen ICC Profilen zu arbeiten die nicht Haargenau auf das eigene Sublimationssystem abgestimmt sind, sollte verzichtet werden. Dann sollte lieber der Umgang mit der Software eingehender studiert werden, damit dort die notwendigen justierungen vorgenommen werden können.

Das ICC Profil muss den Drucker, die Tinte und auch das Papier enthalten und aufeinander abgestimmt sein. Sollte auch nur eine Komponente anders sein, ist das Druckergebnis auch anders. Und wenn dir einer erzählt das ein ICC Profil für alles ausreicht, wie zum Beispiel für den Textildruck und den Keramikdruck, dann verzeih Ihm oder Ihr, das er es nicht besser weiß.

Kann es wirklich das gleiche sein, wenn auf unterschiedlichen Medien gedruckt werden soll?

Tatsächlich wissen die meisten gar nicht, das man für die unterschiedlichen Materialien unterschiedliche ICC Profile einsetzen sollte. Die meisten die Online Ihre Dienstleistung anbieten und ICC Profile für nicht ganz so viele Euros machen, haben auch selten die technischen Möglichkeiten das entsprechend umzusetzen.

Wenn bei uns ein ICC Profil bestellt wird, dann ist das nicht mal eben "mit lass mich mal draufgucken" getan. Sondern wir benötigen dazu Druckproben auf den verschiedenen Medien und wenn diese bei uns sind, gehen diese in ein Profilabor, welches für die Industrie arbeitet. Da ist dann das spezifische ICC Profil auch mal nicht eben so gemacht, sondern dauert halt seine Zeit.

Aber wie schon gesagt, ICC Profile sind für Menschen die keine Lust haben sich mit Ihrem professionellen Programm zu befassen.

Die Software:

Ja, das passende Programm. Wer sich hier mit dem billigsten vom billigen zufrieden gibt, der wird damit nur bedingt seine Freude haben. Wer Profiergebnisse braucht, greift zu Corel oder Photoshop. Das sind so die gängigsten Profiprogramme. Wobei es egal ist, ob es die neueste Version oder doch eine günstigere ältere ist. Wir empfehlen gerne Corel, da wir uns damit am meisten befasst haben und das meiste intuitiv zu erlernen ist.  Außerdem reißt es kein tiefes Loch in den Geldbeutel und gültige Lizenzen lassen sich über die gängigen Marktplätze recht günstig kaufen.

Einer unser Techniker erzählt immer was von dem kostenlosen Programm Gimp, wie toll das doch ist und was es alles kann. Komisch ist aber das er Hauptsächlich mit Corel arbeitet und außer "ich guck da mal rein und kitzel alles raus" Version von Gimp nicht wieder reingeschaut hat. Also können wir zu Gimp nur sagen: Tolles kostenloses Programm - aber ob es für den Profi ausreicht wage ich nicht zu beurteilen.

Also an der Stelle unser Fazit:

Kauf dir Corel

Die Sublimationstinte:

Unsere GIC (German Ink Company) Tinte ist recht Preiswert im Verhältnis zu anderen Sublimationstinten und das hat gute Gründe. Der eine ist, das unsere GIC Tinte am meisten in der Industrie eingesetzt wird und dort Mengen reingehen die so groß sind, das die Tinte die wir an das Gewerbe und an den Verbraucher verkaufen nicht mal ein Prozent ausmachen von dem was wir brauchen.

Und der zweite Grund ist, das wir nicht mit großen kalkulatorischen Aufschlägen arbeiten und uns eher daran erfreuen wenn du öfters bei uns kaufst als wenn du ständig geizen musst.

Das GIC Sublimationspapier:

Unser Papier ist genau auf die Sublimationstinte abgestimmt. Erfahrungen mit anderen Papieren haben oft gezeigt das das optimale Ergebnis nur mit den beiden aufeinander abgestimmten Produkten zu erzielen ist. Nimmst du ein anderes Papier, kann die GIC Sublimationstinte nicht Ihre Farbbrillianz ausspielen.

Also nimm alles aus einer Hand und mach was draus…

Demnächst Sublimation für Fortgeschrittene und Aufsteiger Teil 2: Die Tassenpresse


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