
Biologisch abbaubare Reiniger setzen vor allem auf Inhaltsstoffe, die sich in der Umwelt schnell und vollständig von Mikroorganismen zersetzen lassen. Typisch sind dabei pflanzliche, mineralische und enzymatische Komponenten statt schwer abbaubarer, erdölbasierter Chemie.
Typische „bio“-fähige Inhaltsstoffe
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Pflanzliche Tenside: Zuckertenside und Fettalkoholsulfate aus Kokos-, Palm- oder Zuckerrübenölen lösen Fett und Schmutz, sind aber leicht biologisch abbaubar.
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Organische Säuren: Zitronensäure, Milchsäure oder Essigsäure entfernen Kalk und Seifenreste und gelten als sehr gut biologisch abbaubar.
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Natürliche Mineralstoffe: Soda, Natron oder Silikate dienen als milde Alkalien und Geruchsneutralisierer und werden in der Umwelt gut umgesetzt.
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Enzyme: Proteasen, Lipasen oder Amylasen bauen Eiweiße, Fette und Stärke gezielt ab und stammen häufig aus biotechnologischer Herstellung.
Was (meist) weggelassen wird
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Schwer abbaubare Phosphate und Phosphonate: Diese wurden in vielen modernen Rezepturen durch Citrate, Zeolithe oder andere Builder ersetzt, weil sie Gewässer belasten.
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Aggressive Lösungsmittel: Benzin, starke Glykolether oder chlorierte Komponenten werden in ökologischen Produkten vermieden oder stark minimiert.
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Synthetische Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe mit Risiko für Allergien oder Umwelttoxizität werden reduziert oder durch mildere Alternativen ersetzt.
Kriterien für „biologisch abbaubar“
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Hoher Anteil nachwachsender Rohstoffe: Pflanzliche und mineralische Inhaltsstoffe erleichtern den natürlichen Abbau.
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Gesetzliche Mindestanforderungen plus „Öko-Standard“: In der EU müssen Tenside grundsätzlich abbaubar sein; Öko-Hersteller wählen zusätzlich Stoffe, die besonders schnell und vollständig zerfallen.
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Geringe Toxizität im Wasser: Inhaltsstoffe werden so ausgewählt, dass sie aquatische Organismen möglichst wenig schädigen, was ein zentrales Kriterium vieler Umweltzeichen ist.

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