Teil 1 Sublimation für Anfänger - die ersten Schritte:  Der Drucker

14.11.2018 11:52

Teil 1 Sublimation für Anfänger - die ersten Schritte:  Der Drucker

Du interessierst Dich für Sublimation und alles was dazu gehört? Dann gebe ich dir hiermit mal eine Leitlinie an die Hand, darüber, was du alles brauchst, um Deinem neuen Hobby zu frönen:

Alles geht mit einem passenden Drucker los. Du benötigst einen Tintenstrahldrucker, der mit Sublimationstinte umgehen kann. Du kannst Dir auch einen Laserdrucker zulegen, aber Laserdrucker bekommen keine so schönen Bilder bzw. Farben hin, wie ein Tintenstrahldrucker. Also klammere ich diesen hier aus.

Wenn Du jemanden fragst der mit Sublimation schon länger druckt, wird er oder sie Dir wahrscheinlich etwas von einem Ricoh- oder Virtuoso- Drucker erzählen. Das hat damit zu tun, dass die Drucker dieser Hersteller schon länger für Sublimation benutzt werden. Dummerweise sind die Drucker von Ricoh kaum noch zu einem brauchbaren Preis zu bekommen, da die Produktion der Ricohs eingestellt wurde und die Drucker jetzt unter neuem Namen weiterproduziert werden. Virtuoso heißen die guten jetzt und sind jetzt preislich sehr weit weg von dem, was man für das Hobby gebrauchen kann. 

Zur Überlegung stehen jetzt die Tintenstrahldrucker von Epson oder die Drucker von Brother. Wichtige Voraussetzung ist es, dass diese Drucker über einen Piezzodruckkopf verfügen. Eine andere Druckkopftechnologie funktioniert nicht, da die Druckköpfe nicht die Temperatur hinbekommen, die nötig ist, um die Sublimationstinte ordentlich auf das Transferpapier zu bringen.

A4 oder A3

Wenn Dir ein A4 Drucker ausreicht, dann ist aus unserer Sicht in jedem Fall ein Epson Tintenstrahldrucker anzuraten.

Aktuell (Stand: 11.11.2018) ist der Epson WF-2010 W eines der beliebtesten Einstiegsgeräte. Für einen A3 Drucker schaue nach einem Brother.

Starterpaket im Komplettset oder Einzelkauf

Was Du Dir genau überlegen solltest ist, ob Du ein Komplettset - also: Drucker, passende Easyrefillpatronen und passende Tinte- kaufst oder Dir alles einzeln anschaffst.

Es wird in jedem Fall finanziell günstiger sein, Dir alles einzeln zusammen zu suchen und zu kaufen. Ein Komplettpaket kostet in der Regel 30% bis manchmal 50% mehr als der Einzelkauf. Das hat allerdings weniger mit der Gewinnabsicht des jeweiligen Händlers zu tun, als eher mit einer, nennen wir es mal Sicherheitspauschale, die er sich zurücklegt, wenn doch der eine oder andere Drucker ein Ausfall wird.

Nun stell Dir mal folgende Situation vor: Du kaufst Dir irgendwo einen Drucker, dann bei einem anderen Händler die passenden Patronen und beim nächsten die Sublimationstinte und im schlimmsten Fall auch noch bei einem anderen das Transferpapier… Nun hast du 4 Zulieferer und wenn was nicht funktioniert - an wen wendest du dich? Oder im schlimmsten Fall : der Drucker geht wegen der Sublimation kaputt?

Der Druckerhersteller selbst hat super wenig bis Null Interesse daran, dass Du den Drucker für die Sublimation benutzt und der Händler, der Dir den Drucker verkauft hat, ist meistens auch nicht doof und beide werden im Reklamationsfall und Verdachtsmoment dahinter kommen, das Du mit Sublimation gedruckt oder zumindest versucht hast.

Oder noch schlimmer - Du hast entsprechende Fragen in einem der Sublimationsforen, zum Beispiel bei Facebook, gestellt.

Na, dann kannst Du den Garantieanspruch meistens vergessen, da der Drucker ja für den Einsatzzweck des Sublimationsdrucks nicht gedacht ist. Er kann Sublimation- das steht außer Zweifel- aber der Druckerhersteller hat das nicht gerne.   

Wenn Du Dir ein etwas teureres Komplettpaket kaufst, hast du zwar mehr Geld bezahlt und der Verkäufer hat etwas an Dir verdient, aber der Verkäufer dient Dir dann auch als einzige Anlaufstelle, wenn was nicht funktioniert. Er kann sich nicht rausreden, da Du den Drucker ja als Sublimationsdrucker gekauft hast.

Außerdem sind die meisten Sublimationsstarterpakete mit den dazugehörigen Komponenten aufeinander abgestimmt, was Du beim Einzelkauf eben nicht hast und erst herum probieren musst, wie es am besten funktioniert.

Ein normaler Tintenstrahldrucker druckt mit den passenden Patronen auf Kopier- oder Fotopapier immer ähnlich, was bei einem "ungenutzten" Sublimationsdrucker nicht ganz so der Fall ist. Mit jeder Änderung einer der wesentlichen Komponenten wie der Sublimationstinte, dem Papier oder sogar der Presse, bringt völlig andere Ergebnisse zu tage.

Also vergiss alles, was Du bislang über Normaldrucker weißt - das hat bei Sublimation keine Gültigkeit.

Wenn Du also nicht so experimentierfreudig bist, kauf Dir ein Komplettes Starterpaket. 

Unsere Starterpakete:

Was Du alles beim Einzelkauf wissen musst:

Nun, wenn Dir keines der Starterpakete zusagt, dann kannst Du Dir ja Dein Paket ja immer noch selbst zusammen suchen.

Wenn Du nach einem Drucker schaust, achte also darauf, ob dieser Drucker einen Piezzodruckkopf hat. Das steht zumeist in der technischen Beschreibung.

Nun schaust Du zum Beispiel hier ob es zu dem Drucker Deiner Begierde auch passende Easyrefillpatronen gibt. Gibt es welche, dann brauchst Du jetzt nur noch Sublimationstinte und Sublimationstransferpapier.

Wenn Du allerdings noch einen Epson- oder Brother- Drucker herumstehen hast, dann ist das natürlich die preiswerteste Möglichkeit, um mit Sublimation anzufangen.

Auch hier gilt es zu schauen, ob es passende Easyrefillpatronen gibt. Wenn ja, dann hast du aber noch ein Stück Arbeit vor Dir. Du musst als erstes den Druckkopf von der "normalen" Tinte oder sogar von Verstopfungen befreien. Dafür haben wir Druckkopfreinigungskits entwickelt. Mit einem Druckkopfreinigungskit kannst Du einfach, schnell und sehr effektiv Deinen Druckkopf sauber machen.

Auch wenn Du den Drucker längere Zeit nicht nutzen möchtest, wäre es ratsam, den Druckkopf von der Sublimationstinte zu befreien, damit diese nicht eintrocknet und den Druckkopf verstopft.

Ist der Druckkopf sauber, kannst Du die Sublimationspatronen einsetzen. Ein paar mal noch die interne Druckkopfreinigung machen, damit der Druckkopf sich wieder richtig mit Sublimationstinte satt füllt.

So das war es soweit… mehr dann im Teil 2 - wie richte ich den Sublimationsdrucker ein.

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